Vorstellungsgespräch: Wie viel Eigen-PR führt bei der Jobsuche zum Erfolg?

Ob Urlaubsfotos bei Facebook oder Selfies bei Instagram – sich im Internet zu präsentieren, gehört für viele zum Alltag. Auf den Bildern zeigt man sich immer von seiner Schokoladenseite. Zudem stellen viele User besonders erfolgreiche Momente in ihrem Leben zur Schau. Dabei ein wenig zu übertreiben? Warum nicht? Merkt ja keiner. Und: Eigen-PR schadet nicht. Gilt diese Einstellung auch in Vorstellungsgesprächen? Lockern ein bisschen Extravaganz oder Stargehabe die Termine gar auf?

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Das Team von hanfried führt pro Woche zahlreiche Bewerbungsgespräche. Erfahren Sie in diesem Blogpost, wie viel Eigenwerbung notwendig ist, ab wann die Linie zum Eigenlob überschritten wird und wie man die Experten von hanfried überzeugen kann.

Ja, bitte! Darauf legen die hanfried-Experten Wert

Pünktlich sein. Sich natürlich präsentieren. Keine auswendig gelernten Phrasen dreschen. Wer so bei einem Vorstellungstermin, den hanfried für seine Kunden leitet, agiert, hat bei den HR-Experten schon mal einen Stein im Brett.

Was auch hilft: Wenn die Bewerber persönliche Interessen haben und diese auch im schriftlichen Lebenslauf erscheinen. Sie singen im Chor? Sie trainieren ehrenamtlich eine Mannschaft? Sie begeistern sich für Kitesurfen? Sie lesen pro Woche einen Krimi? Ja? Dann halten Sie mit diesen Informationen nicht zurück. Denn: Jedes Hobby ist für den HR-Verantwortlichen ein wichtiger Anknüpfungspunkt im Bewerbungsgespräch. Die Informationen sind zudem wertvolle Icebreaker, wenn Kandidaten nervös sind.

Ein Beispiel: Ein Bewerber rattert vor lauter Lampenfieber seinen Lebenslauf ohne Punkt und Komma herunter. Um dieses monotone Aufsagen zu unterbrechen, bringen die HR-Consultants von hanfried gerne Hobbys ins Spiel. Denn: Fragen Sie jemanden nach seinem Sport, wird er locker und der Kloß im Hals verschwindet von allein. Diese Reaktionen nutzen die Experten gezielt: Sie lassen den Kandidaten eine Weile sprechen und holen ihn dann zum eigentlichen Thema des Termins zurück. Gut zu wissen: Wenn jemand gar keine Hobbys hat oder sich privat für nichts begeistern kann, ist das eher irritierend.

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Geht gar nicht! Zu viel Eigenlob

Ganz klar: Jedes Vorstellungsgespräch ist eine Gratwanderung zwischen notwendiger Eigenwerbung und übertriebenem Eigenlob. Jeder versucht, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Es darf aber nicht unglaubwürdig sein. Wenn jemand von sich nur in den höchsten Tönen spricht und mit seinen zig Erfolgen im Beruf prahlt, werden die HR-Consultants von hanfried hellhörig.

Ein Beispiel: Ein Bewerber hat gerade mal zwei Jahre Berufserfahrung. Er gibt jedoch an, dass er in dieser Zeit die Aufgaben des Chefs quasi übernommen hat. Ist das wirklich so? Mit zwei oder drei gezielten Fragen haken die Experten nach und erkennen schnell, ob wirklich ein Megatalent oder doch eher ein Blender vor ihnen sitzt.

„#Vorstellungsgespräche: Megatalent oder Blender? HR-Experten finden es heraus.“ Klick um zu Tweeten

Auch mit den bekannten Stärken und Schwächen ist das so eine Sache. Nicht wenige HR-Consultants fragen danach schon gar nicht mehr. Denn: Eine ehrliche Antwort gibt es fast nie. Oft sind die angegebenen Schwächen auch verkappte Stärken. Der Klassiker: „Ich bin zu motiviert.“ Besser ist es, wenn man Kandidaten frei von der Leber reden lässt. Das funktioniert zum Beispiel mit solchen offenen Fragen: „Bei welcher Aufgabe fühlen Sie sich wohl?“ oder „Welches Projekt würde Sie faszinieren?“.

Fazit: Weniger ist mehr

Bereiten Sie sich auf Bewerbungsgespräche vor und präsentieren Sie sich in der Mappe und im Gespräch von Ihrer besten Seite. Seien Sie mutig und zeigen Sie beim Termin Persönlichkeit. Treten Sie als sympathischer Kandidat auf, der weiß, was er will und was er kann. Aber tappen Sie nicht in die Eigenlobfalle. Auch bei der Jobsuche ist manchmal weniger mehr.

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